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equal
pay day 2010
Um
auf die Entgeltunterschiede in Deutschland aufmerksam zu machen, hat
der BPW Germany e.V. 2008 den
ersten Equal Pay Day / Tag der Entgeltgleichheit in
Deutschland initiiert.
Die
Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und
Gleichstellungsstellen (BAG), die
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
(BDA), der Deutsche Frauenrat (DF) sowie
der Verband deutscher
Unternehmerinnen (VdU) schließen sich der Durchführung des
Equal Pay
Day an und
mit BPW Germany (BPW) zu einem nationalen
Aktionsbündnis zusammen.
Die
BAG hat termingerecht das folgende
Statement, für das Journal der BündnispartnerInnen, zum EPD
abgegeben:
„Entgeltgleichheit
– überfällig
Die
Bundesregierung hat sich zum Ziel
gesetzt die Entgeltdifferenz bis 2015 auf 10 % zu reduzieren,
allerdings hat sich der Einkommensunterschied von 23 % in den letzten
Jahren nicht verringert.
Um
den allgemeinen Wohlstand und die
Demokratie in Deutschland zu sichern, müssen die Qualifikationen
und
Potenziale von Frauen im Erwerbssystem sehr viel besser genutzt
werden. Hervorragend ausgebildet stoßen sie auf Arbeits-
Einkommens-
und Steuersysteme, die an vielfach überkommenen Lebensstilen
ausgerichtet sind und ihre gleichberechtigte Teilhabe an Wirtschaft
und Gesellschaft behindern. Ein Einkommensunterschied von aktuell 23
Prozent zwischen Frauen und Männern ist der provozierende Hinweis
auf mittelbare und unmittelbare (Entgelt)Diskriminierung im 21.
Jahrhundert in einem der reichsten Länder der Welt und verweist
zugleich die Bundesrepublik im europäischen Vergleich auf einen
der
hinteren Ränge.
Die
Ungleichheiten im
Geschlechterverhältnis werden verstärkt von einer
Wirtschafts- und
Finanzkrise, zunehmender Deregulierung auf dem Arbeitsmarkt und einer
wachsenden Armut besonders von Kindern und allein Erziehenden. Zu den
notwendigen Rahmenbedingungen für eine existenzsichernde
Erwerbsarbeit für Frauen wie Männer zählen ausreichende
öffentliche Kinderbetreuung, ein gesetzlicher Mindestlohn sowie
Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Darüber
besteht ein
breiter gesellschaftlicher Konsens.
Trotz
vielfältiger Untersuchungen und
Informationen zum Thema Entgeltdiskriminierung und einer breiten
öffentlichen Empörung über diese Ungerechtigkeit
existiert in
Deutschland bisher keine umfassende politische Strategie zu deren
Abbau. Nach nun jahrelangen unbefriedigenden Erfahrungen mit der
Strategie der Bundesregierung auf dem Wege freiwilliger
Selbstverpflichtungen zu wahrnehmbaren Verbesserungen zu gelangen,
sehen wir größere Erfolgschancen in einem klaren
Strategiewechsel
durch die gesetzliche Einführung diskriminierungsfreien
Arbeitsbewertungssystemen, deutliche Nachbesserungen beim
Diskriminierungsschutz im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und die
gesetzliche Verpflichtung zur Gleichstellung der Geschlechter für
die Privatwirtschaft.
Die
kommunalen Frauen- und
Gleichstellungsbüros in Deutschland nehmen den EQUAL PAY DAY am
26.
März 2010 erneut zum Anlass, um auf die Entgeltdiskriminierung von
Frauen aufmerksam zu machen und fordern alle Akteure und Akteurinnen
aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften nachdrücklich auf, die
lange geforderten wirksamen Strategien und Maßnahmen zum Abbau
der
geschlechtsspezifischen Lohndiskriminierung auch umzusetzen.
In
den Kommunen wollen wir darüber
aufklären, mit welchen Instrumenten Entgeltungleichheit
ernstzunehmend gemessen werden kann und mit guten Beispielen zeigen,
in welchen Handlungsfeldern Wege zu mehr Entgeltgleichheit führen,
durch
-
Projekte zur
Überwindung von Geschlechtsrollenklischees in allen
vorschulischen, schulischen und außerschulischen
Bildungseinrichtungen,
-
konsequente
zielgruppensensible Motivierung von Mädchen zum Aufgreifen
gewerblicher technischer wie IT Berufe und Studiengänge
-
konsequente
zielgruppensensible Motivierung von Jungen für soziale Berufe
-
wirksame
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Wiedereinsteigerinnen
und Alleinerziehende
-
engagierte
Personal- und Organisationsentwicklung, die Frauen und Männern
genauso wie Vätern und Müttern die gleichen beruflichen
Entwicklungsmöglichkeiten ermöglicht.“
Presse-Information des
nationalen Aktionsbündnisses zum Equal Pay Day
Hintergrundinformationen und Downloads
Die Sprecherinnen
haben ein Plakat entworfen. Das Plakat kann nachgedruckt
und
bei eigenen Veranstaltungen vor Ort verwendet werden.
Plakat
26.03.2010
- Equal Pay Day 2010
Nach der
Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 12. November 2009 "haben
Frauen in Deutschland im Jahr 2008 mit durchschnittlich
14,51
Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. Damit lag
der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im
durchschnittlichen Bruttostunden-verdienst von Frauen und Männern, wie
bereits in den Vorjahren konstant bei 23%."
www.destatis.de
Links auf
Internetseiten der Bündnispartnerinnen:
BPW Germany e.V.:
www.equalpayday.de
Deutscher
Frauenrat: www.frauenrat.de
Verband deutscher
Unternehmerinnen e.V. : www.vdu.de
Bundesvereinigung
der Deutschen Arbeitgeberverbände: www.arbeitgeber.de
www.heidelberg.de/equalpayday
Auf
diesen Seiten sind die Aktivitäten zum Equal Pay Day
veröffentlicht.
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