Stellungnahmen 2006
Stellungnahme
der BAG
Mindestlohnkampagne
Die
Bundessprecherinnen haben auf ihrer Tagung am 29.5.06 in Berlin
beschlossen, sich der Mindestlohnkampagne von NGG und Ver.di
anzuschließen. Weitere Informationen unter http://www.mindestlohn.de/
Arbeitskreis Arbeitsmarkt- und
Sozialpolitik
Zweite Ergänzung zur Arbeits- und
Argumentationshilfe für kommunale Frauen- und
Gleichstellungsbeauftragte zum SGB II
Gesetz
zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (in Kraft seit
1.4.2006)
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Pressemitteilung,
März 2006
Frauenfördergesetz für die Privatwirtschaft
ist überfällig
Auf
seiner Tagung am 23.3.2006 beschäftigte sich das
Sprecherinnengremium der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler
Frauenbüros und Gleichstellungsstellen auch mit der Zweiten Bilanz
der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den
Spitzenverbänden der Deutschen Wirtschaft zur Förderung der
Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft
vom Februar 2006
Diese Bilanz fällt wie erwartet
sehr dürftig aus. Gesetzliche Regelungen zur
Frauenförderung wären eigentlich schon 2003 fällig
gewesen, so die
Bundessprecherinnen. Die Vereinbarung mit der Wirtschaft war 2001 mit
der Maßgabe
geschlossen worden, dass die Wirtschaft von sich aus
frauenfördernde Maßnahmen
ergreift um die Beschäftigungs- und Aufstiegssituation von Frauen
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Pressemitteilung,
Februar 2006
Rente mit 67
Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler
Frauenbüros und Gleichstellungsstellen lehnt die Pläne zur
schnelleren Anhebung des Rentenalters als geschlechterpolitisch
unausgewogen ab.
Nach den Plänen
der Bundesregierung sollen Versicherte mit mindestens 45
Versicherungsjahren weiterhin abschlagsfrei auch
mit 65 in Rente gehen
können. Frauen werden aufgrund von Kindererziehungszeiten diese
Versicherungsjahre nur selten
erreichen können.
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Stellungnahme
der BAG, Februar 2006
Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
und Gleichstellungsstellen befürchtet gravierende Nachteile
für Frauen durch die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie
Die Putzfrau aus Portugal und die
Altenpflegerin aus dem Baltikum werden bald in Deutschland zu den
Bedingungen ihrer Herkunftsländer arbeiten dürfen.
Frauenarbeit wird so billig wie in frühkapitalistischen Zeiten
angeboten werden. Die Sprecherinnen der BAG fordern daher die
Bundesregierung auf, die geplante EU-Dienstleistungsrichtlinie
abzulehnen.
Die stark umstrittenen aber wahrscheinlich unmittelbar
bevorstehenden Änderungen im Dienstleistungssektor, die auf
Betreiben des ehemaligen EU-Kommissars Frits Bolkestein den Markt
für Dienstleistungen europaweit „deregulieren“ werden, bergen
für Frauen gleich mehrere unangenehme Überraschungen:
Zunächst einmal ist festzustellen, dass der Dienstleistungssektor
eine, wenn nicht die einzig bedeutende „Frauendömäne“ im
Wirtschaftskreislauf der Bundesrepublik darstellt. Reinigung,
Betreuung, personenbezogene Hilfeleistungen, der gesamte Bereich der so
genannten „haushaltsnahen Dienstleistungen“ ist in den letzten Jahren
vom verpönten „Dienerinnenjob auf dem grauen Markt“ zum
volkwirtschaftlichen Hoffnungsträger avanciert. Nicht zuletzt
sollen durch einen breiteren Zugang von weiblichen Erwerbspersonen zu
den entsprechenden Weiterbildungs-, Gründungs- und
Vermittlungsinstrumentarien im Endergebnis mehr Steuern und
Sozialabgaben generiert werden. Hier stehen wir noch am Anfang einer
tragfähigen innerstaatlichen Bestandsaufnahme.
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Pressemitteilung,
Januar 2006
Zum
Koalitionsvertrag
Die Bundessprecherinnen
begrüßen Vereinbarungen zur Familienpolitik und zum
Gewaltschutz, mahnen jedoch zugleich effektive Maßnahmen zur
Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt an
Die Vereinbarungen zum Thema „Gleichstellungs- und
Frauenpolitik“ finden sich unter dem Leitthema „Familienfreundliche
Gesellschaft“, was in technischer Hinsicht zunächst die Suche
erschwert und bei der inhaltlichen Würdigung nachdenklich
stimmt.Sehr kritikwürdig ist, dass das Antidiskriminierungsgesetz,
dessen Erlass mittlerweile EU-rechtlich teilweise überfällig
ist, nicht auf der Agenda steht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft
kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen fordert die neue
Bundesregierung auf, sich umgehend dieses Themas anzunehmen und
wirksame Instrumente zum Abbau bestehender Diskriminierungen in der
Arbeitswelt und im Privatrecht einzusetzen.
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Pressemitteilung,
Januar 2006
Bundesarbeitsgemeinschaft
der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten unterstützt
Arbeit des Müttergenesungswerkes und ruft ihre Mitglieder zu
stärkerer Vernetzung im Bereich „Frauengesundheit“ vor Ort auf
Moderne Lebensentwürfe von Frauen kennen
keinen Widerspruch zwischen Kind und Karriere, Familie und Beruf.
Gleichwohl kennen alle, die Kinder haben, das Gefühl, dass ihnen
von zeit zu Zeit alles über den Kopf wachsen zu droht.
Anne Schilling, Bundesgeschäftsführerin des
Müttergenesungswerkes, war im Januar 2006 zu Gast bei der
Bundessprecherinnensitzung der kommunale Frauen- und
Gleichstellungsbeauftragten und informierte über aktuelle
Entwicklungen in der Arbeit des Müttergenesungswerkes.
Das Müttergenesungswerk - als Zusammenschluss der
Wohlfahrtsverbände - für das gemeinsame Ziel, die Gesundheit
der Mütter zu stärken - berät und vermittelt vor Ort
speziell auf die Bedürfnisse von Müttern zugeschnittene
Mütter bzw. Mutter-Kind-Kuren. Jährlich nutzen 40.000
Mütter mit 57.000 Kindern die Kurangebote. Rund 90 Vorsorge- und
Rehabilitationseinrichtungen sowie 1.300 regionale Beratungsstellen
bilden das Netz des Müttergenesungswerkes.
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